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BIVdirekt-2008-12 vom 15. August 2008

BMG, AOK BV, BMAS, PG 31, BUFA-Seminar, GWQ, Knappschaft Polytragetaschen, BIV-Seminare

Gespräch im BMG über Präqualifizierungsverfahren
In der Sitzung unter Leitung von Professor Will (BMG) wurden nochmals die geplanten Änderungen im Bereich der Hilfsmittelregelungen diskutiert. An dem Gespräch mit dem BIV nahmen Vertreter des GKV-Spitzenverbandes, namhafter Krankenkassen sowie der Verbände der Leistungserbringer teil.

Der BIV hatte im Vorfeld mit den Gesundheitshandwerken sowie den Industrieverbänden intensive Gespräche geführt. Ein gemeinsames Papier des BIV und der drei Industrieverbände BVMed, SPECTARIS und EUROCOM wurde vor der Anhörung dem BMG zugeleitet. Inwieweit sich die dort formulierten Vorstellungen für ein Präqualifizierungsverfahren durchsetzen können, ist noch offen.

Es wurde jedoch von Seiten des BMG nochmals betont, dass es eine Verlängerung der Übergangsfristen bis zum 30. Juni 2010 geben soll. In diesem Zeitraum sollen zwar nicht die Zulassungen weitergeführt werden, jedoch sollen alle Betriebe, die am 1. April 2007 zugelassen waren, als geeignet im Sinne der Präqualifikation gelten und damit eine grundsätzliche Versorgungsberechtigung haben. Dies berechtigt noch nicht zur Teilnahme an Verträgen mit den Krankenkassen, auch hier wurde nochmals von Seiten des Ministeriums betont, dass man an ein Beitrittsrecht der Betriebe zu bestehenden Verträgen der Krankenkassen denke. Wie dies im Einzelnen ausgestaltet werden soll, ist nach wie vor offen und wird in weiteren Gesprächen mit dem BMG geklärt werden.

Zum Ablauf des Verfahrens erklärten die Vertreter des BMG, dass in der 2. Augusthälfte den Abgeordneten ein Entwurf des Gesundheitsministeriums zu den Regelungen im Hilfsmittelbereich vorgelegt werden solle. Ob diese Änderungsvorschläge dann in der geplanten Anhörung zu dem Gesetz vor dem Gesundheitsausschuss am 24. September 2008 diskutiert werden, ist leider noch offen. Von Seiten des Ministeriums wurde aber betont, dass die Gesetzesänderungen am 1. Januar 2009 in Kraft treten sollen.

Gespräch mit dem AOK BV über eine einheitliche Anwendung des PG 24 Vertrages
Am 30. Juli 2008 hat der BIV mit Vertretern des AOK-Bundesverbandes und den am Vertrag beteiligten AOKen die offenen und unklaren Fragen der Vertragsanwendung diskutiert.

Der AOK-Bundesverband und der BIV sind übereingekommen, in Erläuterungen zum Vertrag unklare Punkte zu regeln. Diese Erläuterungen sind in dem ersten Gespräch ansatzweise diskutiert worden, eine Reihe von Punkten konnte geklärt werden. Der Bundesinnungsverband wird zu den Vertragspositionen noch Formulierungen erarbeiten, die in Form von Ausführungsbestimmungen mit dem BV-AOK abgestimmt werden und als Anhang zum Vertrag angefügt werden sollen. Für Anfang September ist ein erneutes Gespräch geplant.

Während des Gespräches wurde von der AOK-Seite Interesse an einer Fortführung des Vertrages über den 30. Juli 2009 hinaus signalisiert. Gespräche hierzu können im Herbst 2008 geführt werden. Über den Fortgang werden wir Sie unterrichten.

Vereinbarung mit dem BMAS zur Versorgung mit Beinprothesen
Der BIV verhandelt seit geraumer Zeit mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) über eine neue Vereinbarung zur Kriegsopferversorgung mit Beinprothesen.

In dem letzten Gespräch am 5. August 2008 konnten sich die Vertreter des BIV mit dem Ministerium auf eine Preisvereinbarung sowie einen allgemeinen Vertragstext einigen. In der Sitzung wurde in den Dokumenten noch eine Reihe von Änderungen vorgenommen, die nun durch das Ministerium eingearbeitet werden.

Der BIV wird die Vereinbarung mit den Innungen abstimmen. Es ist vorgesehen, dass die Vereinbarung ab dem 1. Oktober 2008 in Kraft tritt.

Die Vereinbarung kann mit einer Frist von 3 Monaten zum Ende eines Kalenderjahres, frühestens zum 31. Dezember 2010 gekündigt werden. Damit ist eine Vertragssicherheit von mindestens 2 1/4 Jahren für die Betriebe erreicht.

Vertrag PG 31 zwischen BIV und BEK/TK unter Dach und Fach

Protokollnotiz zur Versorgung mit diabetes-adaptierten Einlagen
Zur Versorgung von Diabetikern ist der Leistungserbringer u. a. nur dann berechtigt, wenn die Versorgung von Mitarbeitern durchgeführt wird, die über ein Fortbildungszertifikat verfügen.

Der Nachweis der Qualifikation kann nun, laut der Protokollnotiz, neben der Vorlage des ZVOS geprüften und als geeignet bestätigten Zertifikates auch durch Vorlage eines Zertifikates über den Kurs „diabetes-adaptierte Fußbettung“ der Bundesfachschule für Orthopädie-Technik erbracht werden. Wir fügen die Protokollnotiz bei.

Datum des Inkrafttretens des Vertrages
Wie uns nun durch die BARMER/TK mitgeteilt wurde, können die Betriebe ab dem 1. September 2008 über den Vertrag zur PG 31 ihre Versorgungen abrechnen. Die BARMER führte ihrerseits technische Probleme bei der Dateneinpflege der teilnehmenden Betriebe an.

Beitrittserklärungen zu dem Vertrag
Wir bitten Sie, Ihre Meldebögen zur Teilnahme am Vertrag nicht der BARMER Geschäftsstelle zuzusenden. Senden Sie bitte Ihre Meldebögen inkl. der Liste der Versorgungsgebiete per E-Mail winterkorn@ot-forum.de an die BIV Geschäftsstelle.

BUFA-Qualitätsseminar-Angebot: Anfertigung von diabetes¬adaptierten Fußbettungen durch Orthopädie-Techniker

Seminar zum Nachweis der Qualifikation nach dem PG 31-Vertrag zwischen BEK/TK u. BIV
Zur Versorgung von Patienten mit diabetischer Neuropathie ist fachspezifisches Wissen und Können erforderlich, um Schaden von Patienten fernzuhalten und die nötige Sorgfaltspflicht zu erfüllen. Das Schmerzempfinden als Warnsignal fehlt bei diesen Patienten; Passformmängel werden daher nicht oder erst zu spät wahrgenommen. Die Versorgung erfordert somit große Sorgfalt.

In diesem Seminar werden sowohl die medizinischen Besonderheiten als auch die versorgungstechnischen Möglichkeiten dieses Krankheitsbildes dargestellt. Biomechanische Zusammenhänge, Materialtechnik und Wechselwirkungen zwischen Fußversorgung und Schuh bilden weitere Schwerpunkte. Im Praxisteil wird die Maß-Abform-Technik von den TeilnehmerInnen am Patienten nachvollzogen und eine Fußversorgung erstellt. Die anschließende Anprobe und Fehleranalyse mittels Fußdruckmessung vertiefen die Kenntnisse.
Der Lernerfolg wird abschließend geprüft. Die Teilnehmer erhalten ein Teilnehmerzertifikat, der entsendende Betrieb erhält das Qualitätssicherungszertifikat des BIV-OT.

Zielgruppe: Orthopädie-TechnikerInnen mit Erfahrung in der Fußversorgung.

Seminarleitung: Ludger Lastring, Teilnehmerzahl: max. 12 Personen.

Lehrgangsgebühr: 540 Euro zzgl. 45 Euro Materialpauschale.

Anmeldung: Bundesfachschule für Orthopädie-Technik, Marion Kirmse, Schliepstraße 6 - 8, 44135 Dortmund, Telefon: (0231) 5591-210, Telefax: (0231) 5591-444, E-Mail: M.Kirmse@ot-bufa.de.

Folgende Termine stehen hier zur Verfügung:
5./6. September 2008 (# 2109)
25./26. September 2008 (# 2108)
17./18. Oktober 2008 (# 2109)
13./14. November 2008 (# 2088)

Weitere Seminartermine auf Anfrage. Sie erhalten hierfür 4 Bonuspunkte und 18 IQZ-Fortbildungspunkte.

Gespräch mit GWQ
In der GWQ (Gesellschaft für Wirtschaftlichkeit und Qualität bei Krankenkassen) sind zurzeit 18 bundesweit bzw. regional tätige Betriebskrankenkassen zusammengeschlossen. Die GWQ soll für diese Krankenkassen Verträge abschließen. Dabei will die GWQ sich auch für andere Krankenkassen öffnen, die den Verträgen beitreten können.

In dem ersten Gespräch zeigten sich die Vertreter der GWQ an bundesweiten Verträgen mit dem BIV und den Innungen sehr interessiert. Dabei ist wichtig, dass die GWQ die Qualität der Hilfsmittelversorgung in den Vordergrund stellt. Aus diesem Grunde sollen auch Verträge abgeschlossen werden an Ausschreibungen wird von Seiten der GWQ, zurzeit nicht gedacht.

Die GWQ ist daran interessiert, Verträge möglichst zeitnah abzuschließen, angedacht ist der 1. Januar 2009. Der BIV wird daher mit der GWQ Mitte September ein weiteres Gespräch führen, um die Möglichkeit von Vertragsabschlüssen auszuloten.

Angebot des BIV an die Bundesknappschaft zu künstlicher Nahrung
Der BIV hat ein Angebot für einen bundesweiten Vertrag an die Bundesknappschaft gerichtet. Wir werden Sie über den weiteren Verlauf unterrichten.

Polytragetaschen-Aktion 2008
Mit dem beigefügtem Bestellschein können Sie wieder Polytragetaschen in drei verschiedenen Größen bestellen.

Wir bitten Sie, uns rasch Ihre Bestellung zukommen zu lassen, damit eine Auslieferung zum Weihnachtsgeschäft gewährleistet werden kann.

BIV-Seminare und Workshops
Der BIV bietet Seminare und Workshops zur Betriebsführung und dem Gesundheitsmanagement in Sanitätshäusern und orthopädietechnischen Betrieben an. Anmeldungen im Internet unter www.ot-forum.de/seminare.

Mitglieder der Landesinnungen (BIV-Mitglieder) erhalten Sonderkonditionen!

Gründung von medizinischen Versorgungszentren und Einstieg in neue Versorgungsformen: Medizinische Versorgungszentren sind in den vergangenen Jahren in zunehmender Zahl gegründet worden. Die Gründungen werden nach wie vor von der Politik unterstützt, daher werden medizinische Versorgungszentren in den nächsten Jahren noch an Bedeutung gewinnen. Medizinische Versorgungszentren (MVZ) werden meistens durch Kliniken oder Ärztenetze gegründet. Die Gründung ist für OT Betriebe und Sanitätshäuser jedoch interessant. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass durch die Verträge in medizinischen Versorgungszentren Ausschreibungen ausgeschlossen werden.

Case Management: Case Management ist ein Weg, um die Aufgaben und Abläufe aller an der Patientenversorgung beteiligten Professionen zu koordinieren und damit die Leistung zu effektivieren. Die Kosten sollen gesenkt und die Behandlungsqualität soll gesteigert werden. Case Management soll Fachkräfte im Gesundheitswesen in die Lage versetzen, unter komplexen Bedingungen Hilfemöglichkeiten abzustimmen und die Ressourcen im Arbeitsfeld koordinierend heranzuziehen.

Zulassung weg - Für Ausschreibungen zu klein - Strategische Neuausrichtung nach dem GKV-WSG.

Unternehmensnachfolge: Für viele Unternehmen steht ein Generationswechsel an. Wird dieser nicht sorgfältig geplant, können auch erfolgreiche Firmen durch eine unvorbereitete Übergabe in den Ruin steuern. Sie sollten sich rechtzeitig über eine mögliche Nachfolge Gedanken machen, denn nicht nur altersbedingte Gründe können zu einer vorzeitigen Übergabe des Unternehmens führen.

Termine

  • 18. August 2008: Gespräch mit VdAK in Siegburg
  • 04. September 2008: Gespräch mit AOK Bundesverband
  • 09. September 2008: BIV-Vorstandsitzung

Anlagen

BIVdirekt-2008-12 Anlage Protokollnotiz BARMER_TK PG 31.pdf
BIVdirekt-2008-12 Anlage Bestellformular Tragetaschen 2008.pdf

BIVdirekt im PDF Format

BIVdirekt-2008-12.pdf

 

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Kontakt:
Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik
Reinoldistraße 7-9
44135 Dortmund

Tel.: 0231/557050-0
Fax: 0231/557050-40
E-Mail:bivdirekt@ot-forum.de


 
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