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BIVdirekt-2010-06 vom 26. Februar 2010

Verhandlungssituation mit TK und Barmer GEK - Fristverlängerung, Ergebnisse Konjunkturbefragung 2009, Kongressprogramm Leipzig 2010

Wichtige Informationen zur Verhandlungssituation mit der TK und Barmer GEK - Fristverlängerung
Der Bundesinnungsverband und die Innungen für Orthopädie-Technik setzen die Gespräche und Verhandlungen mit den beiden o. g. Krankenkassen zum Abschluss eines Rahmenvertrages und Preisvereinbarungen fort. Angestrebt ist ein Vertragsabschluss zum 1. April 2010. Der Vertrag wird als Beitrittsmodell ausgestaltet werden, die einzelnen Mitgliedsbetriebe müssen ihm also durch eine Beitrittserklärung zustimmen.

Sowohl die Barmer GEK als auch die TK haben dem Bundesinnungsverband mitgeteilt, dass angesichts der noch andauernden Gespräche die Fristen, in denen die Betriebe noch nach den bisherigen Regelungen abrechnen können, vom 28. Februar 2010 auf den 31. März 2010 verlängert werden. Damit sind unsere Mitgliedsbetriebe auch noch im März 2010 in der Lage, die Patienten der beiden Krankenkassen wie bisher zu versorgen.

Über die weitere Entwicklung werden wir Sie in den nächsten Tagen nochmals unterrichten.

Ergebnisse der Konjunkturbefragung 2009:
Marktentwicklung positiv - Branchenstimmung negativ

Die Umsatzentwicklung im orthopädietechnischen Handwerk in 2009 in Höhe von 2,672 Mrd. Euro ist vom Umfang her grundsätzlich positiv mit einem geschätzten Anstieg in Höhe von 3 % im Vergleich zu 2008 (2,594 Mrd. Euro). Das Wachstum setzt sich aus einer Mengen- und einer Preiskomponente zusammen. Die Mengenkomponente ist gekennzeichnet durch erhöhte Fallzahlen in den Versorgungen in Höhe von ca. 5 %. Diese lassen sich hauptsächlich mit der demografischen Entwicklung erklären. Die deutsche Bevölkerung wird älter. Gleichzeitig gibt es einen positiven Zusammenhang zwischen Alter und der Anzahl der benötigten Rezepte im Hilfsmittelsektor. Die Preiskomponente erklärt sich durch die Vertragspreise, die um ca. 2% gesunken sind. Kostenträger erzwingen in Vertragsverhandlungen und Ausschreibungen Preissenkungen. Der Gesetzgeber hat ihre Position hier deutlich gestärkt.

Die Marktentwicklung stimmt die Branche nicht positiv. Diese schlechte Stimmung spiegelt sich auch in der Konjunkturbefragung aus dem Jahr 2009 wider. Die orthopädietechnischen Betriebe und Sanitätshäuser sehen sich im Hamsterrad. Sie müssen immer mehr Versorgungen zu sinkenden Preisen durchführen. Die Betriebe sehen sich in der Zwickmühle. Die Inhaber von Sanitätshäusern müssen entscheiden entweder auf Umsatz in Höhe von x % zu verzichten (wenn sie nicht den Vertrag unterschreiben) oder aber unwirtschaftliche Versorgungen machen, was betriebswirtschaftlich mittelfristig in die Insolvenz führen kann.

Die Branche steht insgesamt vor großen Veränderungen. Die Betriebe sind gefordert, sich an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Die Abschaffung der Zulassung und der Auftrag des Gesetzgebers an die Spitzenverbände der Leistungserbringer und der Krankenkassen, ein Präqualifizierungsverfahren gemeinsam zu etablieren, verunsichern die Branche zusätzlich.

Als Anlage erhalten Sie die Ergebnisse der Konjunkturbefragung 2009:

Von insgesamt 1550 angeschriebenen Betrieben haben 129 geantwortet. Die Rücklaufquote betrug damit 7,94 %. Die Betriebe, die rückgemeldet haben, spiegeln die gesamte Breite des Faches wider vom Ein-Mann-Betrieb bis zum Betrieb mit 300 Mitarbeitern und acht Filialen. Ein Drittel der Betriebe haben mehr als 20 Mitarbeiter, 13 % zwischen 16 und 20 Mitarbeitern, 12,2 % zwischen 11 und 15 Mitarbeitern, 25,2 % zwischen 6 und 10 Mitarbeitern und 16,26 % weniger als 6 Mitarbeiter. Knapp 55 % der Betriebe beurteilen die Geschäftslage konstant. Während 17,8 % der Betriebe eine verbesserte Geschäftslage einschätzen, sahen 31 % der Betriebe eine verschlechterte Geschäftslage. 6,5 % der befragten Betriebe machten keine Angaben zur Geschäftslage. 73,4 % der Betriebe haben keine Veränderung in der Beschäftigung. Während 8,8 % der Betriebe mit mehr Beschäftigten gearbeitet haben, haben 13,2 % der Betriebe mit weniger Personal gearbeitet. 8,3 % der Betriebe haben keine Angaben gemacht. 46,3 % der Betriebe haben Investitionen gleicher Größenordnung durchgeführt, wie im Jahr zuvor. Während 21,7 % der Betriebe mehr Investitionen durchgeführt haben, haben 54,8% der Betriebe weniger Investitionen durchgeführt. 7,2 % der Betriebe haben keine Angaben gemacht. 37,2 % der Betriebe haben konstante Umsätze verbuchen können. Während 23,2 % der Betriebe verbesserte Umsätze verzeichnen konnten, haben 34,6 % der Betriebe schlechtere Umsätze verbucht. 5,9 % der Betriebe haben keine Angaben zur Umsatzentwicklung gemacht. Die Kapazitätsauslastung der Betriebe ist bei 51,9 Prozent der Betriebe konstant. Während 18,9 % der Betriebe eine bessere Kapazitätsauslastung erreichen konnten, haben 22,5 % der Betriebe eine schlechtere Kapazitätsauslastung erzielt. 6,7 % der Betriebe haben hierzu keine Angaben gemacht.

Kongressprogramm Leipzig 2010 ist online - Ticket-Vorverkauf bis 31. März
Das detaillierte Kongressprogramm des 13. ISPO-Weltkongresses mit allen Vorträgen und Referenten ist ab sofort unter www.ispo-2010-leipzig.de/kongressprogramm online.

Leipzig ist vom 10. bis 15. Mai 2010 die Welthauptstadt für Orthopädietechnik, Orthopädieschuh-technik und technische Rehabilitation. Insgesamt 1.000 Experten aus 50 Ländern referieren im Kongress- und Fortbildungsprogramm des ISPO-Weltkongresses und der Weltleitmesse ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK. Keine andere Veranstaltung bietet einen vergleichbaren Überblick, erwartet werden 470 Aussteller aus 40 Nationen und rund 19.000 Besucher aus 85 Ländern.

Das umfangreiche Kongressprogramm der ISPO beinhaltet sämtliche Beiträge der rund 40 Symposien, 25 Instructional Courses, 40 Free Paper Sessions und verschiedenen thematisch strukturierten Posterpräsentationen. Neu auf der Kongressseite im OT-Forum ist die Rubrik "Kongress Referenten", die eine schnelle Suche nach Referenten und ihren Vorträgen erlaubt.

Sämtliche Beiträge des ISPO-Weltkongresses werden simultan englisch-deutsch übersetzt, die Sprachfassungen sind an den Länderfähnchen erkennbar: Das erste Fähnchen symbolisiert die jeweilige Vortragssprache.

Eintrittskarten können ab sofort im Internet unter www.ot-leipzig.de/ticket bestellt werden. Bis zum 31. März 2010 profitieren Teilnehmer von vergünstigten Vorverkaufspreisen. Alle Kongresseintrittskarten berechtigen auch zum Besuch der Fachmesse.

Termine

  • 12. März 2010: Nächste Verhandlungsrunde mit dem GKV-Spitzenverband zum Präqualifizierungsverfahren in Berlin
  • 16. März 2010: Gespräch mit dem AOK-Bundesverband und den Landes-AOKen in Berlin
  • 18. März 2010: Treffen der Gesundheitshandwerke in Düsseldorf
  • 25. März 2010: BIV-Vorstandssitzung in Berlin
  • 26. März 2010: BIV-Seminar ”Handhabung der neuen BIV-Kalkulationsgrundlagen zur PG 23 und PG 24 in der betrieblichen Praxis“ in Berlin (ausgebucht) - weitere Termine folgen

Anlage

BIVdirekt-2010-06-Anlage-Ergebnis-Konjunkturumfrage-2009.pdf

BIVdirekt im PDF-Format

BIVdirekt-2010-06.pdf

 

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Kontakt:
Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik
Reinoldistraße 7-9
44135 Dortmund

Tel.: 0231/557050-0
Fax: 0231/557050-40
E-Mail:bivdirekt@ot-forum.de


 
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