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Abschlussbericht  therapie Leipzig

therapie Leipzig endet mit erneutem Besucherrekord

Mit einem zehnprozentigen Besucherplus gegenüber der Vorveranstaltung 2007 schloss am 21. März 2009 die therapie Leipzig - Deutschlands einzige Fachmesse und Kongress für Therapie, Medizinische Rehabilitation und Prävention.

Insgesamt 10.200 Besucher nutzten die therapie Leipzig zur Fort- und Weiterbildung und zum Besuch der Fachmesse. 226 Aussteller (plus 20 Prozent) zeigten auf 10.000 Quadratmeter Bruttofläche (plus 43 Prozent) ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen. Die Veranstaltung richtete sich an Physio- und Ergotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister und erstmals auch an Ärzte und Führungskräfte von Akut- und Rehakliniken.

"Mit 10.200 Teilnehmern aller Fachrichtungen war die therapie Leipzig die größte interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung Deutschlands und der nationale Treffpunkt der Branche", erklärte Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

Zufrieden zeigten sich auch die Aussteller der therapie Leipzig. "Zielgruppe erreicht, gute Resonanz, hochwertige Kontakte", fasste Thomas Lampart, Geschäftsführer der HUR Deutschland GmbH, die Ergebnisse der Veranstaltung zusammen.

HUR, der führende finnische Hersteller von druckluftbetriebenen Krafttrainingsgeräten, stellte in Leipzig unter anderem ein neues Konzept für die Sturzprävention vor, das bei den Fachbesuchern besonderes Interesse fand. "Die therapie Leipzig ist eine der wichtigen Messen im Physiotherapiebereich, national ist sie die wichtigste Messe für uns", sagte Thomas Lampart. Das Unternehmen werde in zwei Jahren "auf jeden Fall" wieder ausstellen.

Philipp Artzt, Geschäftsführer der Artzt GmbH, meinte: "Die Teilnahme hat sich gelohnt. Wir präsentieren hier unsere Neuheiten. Die Neukundengewinnung ist Ziel – und das läuft gut." Vor allem die neue Produktrange "Vitality" habe bei den Besuchern eingeschlagen "wie eine Bombe" – dazu gehören unter anderem Fitness-Ball, Stabilitätstrainer und Yogamatte. "Die Stimmung bei uns ist supergut. Wir machen nicht mit bei der Rezession, das sollen andere machen", so Philipp Artzt optimistisch. Die Teilnahme an der therapie Leipzig 2011 sei schon heute "klar".

Die Verbindung mit dem Kongress sei eine sehr gute Kombination, meinte Torsten Becker, Verkauf und Produkt Management der idiag GmbH aus der Schweiz: "Wir erreichen hier unsere Zielgruppe flächendeckend, von Ergo- und Physiotherapeuten bis zu den Ärzten, Zentren, Kliniken und auch bis zu den Schülern." Sowohl bei Ergo- als auch Physiotherapeuten sieht Becker einen Trend zur Dokumentation - für Krankenkassen, Ärzte und Patienten. Qualitätsmanagement sei zunehmend gefragt und halte Einzug in den Praxen. "Für das Nachmessegeschäft bin ich optimistisch", sagte Torsten Becker. In zwei Jahren werde idiag "definitiv" wiederkommen.

Und Oliver Wagner-Csechala, Geschäftsführer der Ullewaeh GmbH aus Lübeck, betonte: "Die Zusammenarbeit zwischen diesen Berufsgruppen wird zunehmend interdisziplinär. In vielen Therapiezentren arbeiten Ergo- und Physiotherapeuten sowie Logopäden zusammen."

"Die Teilnahme an der therapie Leipzig hat sich definitiv gelohnt", erklärte Thomas Kotsch, Area Manager Ost der LMT LOCTEC AG, zufrieden. "Die Fachmesse, dazu der Kongress sowie das Therapie- und Wellnessforum - das ist eine hervorragende Mischung", so Kotsch. Die therapie Leipzig habe die Chance, sich noch intensiver zu einem "Branchenschmelztiegel" zu entwickeln: "Sie kann die wesentliche Veranstaltung für die Branche werden, auch politisch."

In einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Marktforschung Leipzig äußerten 88 Prozent der Aussteller, dass sie ihre Messeziele erreicht haben, und für 85 Prozent hat die therapie Leipzig große Bedeutung im Rahmen ihrer gesamtdeutschen Marketingmaßnahmen.

Die Besuchern bestätigten laut Umfrage des Instituts die Einschätzung der Aussteller. Laut der Umfrage gehörten 48 Prozent der Besucher zur
Berufsgruppe der Physiotherapeuten. Zehn Prozent gaben an, Masseure und Medizinische Bademeister zu sein, ein Viertel der Befragten waren Ergotherapeuten. Knapp 20 Prozent der Besucher reisten aus den alten Bundesländern an, und jeder Vierte legte mehr als 200 Kilometer zurück, um die therapie Leipzig zu besuchen.

Als wichtigste Besuchsziele nannten 87 Prozent der Befragten, Informationen über Neuheiten und Branchentrends zu erfahren. Zwei Drittel bezeichneten die Ausstellung als ausschlaggebenden Faktor für die Reise nach Leipzig. Als wichtigste Angebotsbereiche wurden "Fort- und Weiterbildung", "Rehabilitationsgeräte/-einrichtungen und -hilfsmittel" sowie "Therapiegeräte für Physiotherapie" genannt. Für 87 Prozent der Befragten standen zudem die Wissenserweiterung und Anregungen für die eigene Tätigkeit im Vordergrund. Neun von zehn gaben an, ihre Messeziele erreicht zu haben. 92 Prozent planen, Kongress und Messe auch 2010 zu besuchen. 93 Prozent wollen die Veranstaltung weiterempfehlen.

Besucherandrang zum Kongressprogramm
Bestnoten erhielt wiederum das Kongressprogramm im CCL - Congress Center Leipzig. Die Kongressteilnehmer lobten die ausgezeichnete Qualität der Themen und Referenten. Das Kongressprogramm verzeichnete an den drei Tagen mehr als 200 Seminare und Vorträge. "Es wurde mit mehr als 3.500 Buchungen wieder hervorragend angenommen", resummierte Buhl-Wagner. Besonders gefragt waren die Themen "ADHS-Syndrom bei Kindern und Erwachsenen", "Bobath-Konzept", "Migräne und Spannungskopfschmerz" sowie "Morbus Parkinson" und "Muskeldehnung - Sinn und Unsinn". Zu den beliebtesten Themen für Ergotherapeuten zählten die Veranstaltungen "Ergotherapie bei Dementen" und "Kinder mit oppositionellem Verhalten in der Ergotherapie".

Insgesamt 14 Verbände unterstützten die therapie Leipzig 2009. Das Kongress-Programm wurde gemeinsam mit Berufsverbänden und Institutionen entwickelt. Für Physiotherapeuten zeichneten die beiden größten Ständevertretungen - der Deutsche Verband für Physiotherapie/Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten (ZVK) und der Verband Physikalische Therapie (VPT) - verantwortlich. Das Programm für die Ergotherapeuten gestaltete der Deutsche Verband der Ergotherapeuten (DVE). "Für uns ist die therapie Leipzig die wichtigste Plattform, um uns fachlich und berufspolitisch auszutauschen", erläuterte Karl-Heinz Kellermann, Stellvertretender Bundesvorsitzender des VPT. "Der Zuspruch durch unsere Mitglieder ist enorm und zeigt, wie sehr sie das Bedürfnis haben, sich
beständig zu qualifizieren und weiterzuentwickeln."

Heilmittelerbringer fordern direkten Zugang ohne Rezept
Ein besonderer Höhepunkt war am zweiten Messetag die gesundheitspolitische Veranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Heilmittelverbände e.V. Unter der Überschrift "Neue Aufgabenverteilung der Gesundheitsberufe: Freiräume für Heilmittelerbringer - Kompetenzerweiterung für neue Formen der Leistungserbringung" erläuterten Vertreter des BHV die neuesten Entwicklungen auf dem Weg zum direkten Zugang zum Patienten - dem Direct Access. Mehr als 70 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, Chancen und Risiken einer solchen Neuregelung zu besprechen. "Ich bin positiv überrascht über die hohe Teilnehmerzahl", erklärte Arnd Longrée, stellvertretender Sprecher der BHV und Vorsitzender des Deutschen Verbandes der Ergotherapeuten e.V. (DVE). "Die therapie Leipzig bot uns eine gute Möglichkeit, dieses Thema interdisziplinär zu diskutieren und einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen."

ZVK-Berufseinsteigerforum erstmals zur therapie Leipzig 2009
Berufsfachschulen, Studiengänge, Weiterbildungsmaßnahmen - die Ausbildung in der Heilmittelbranche ist ein heterogenes Feld. Passend zu diesem Thema bot der ZVK am ersten Messetag ein mehrstündiges Berufseinsteigerforum an. "Das Berufeinsteigerforum stieß mit 250 Teilnehmern auf große Resonanz", erklärte Gerd Richter, Vorsitzender des Landesverbandes Thüringen des ZVK. "Die Anforderungen an unsere Berufsgruppe sind ungemein vielfältig. Wir wollen mit dieser Veranstaltung dem Nachwuchs den Weg in die komplexe
Berufstätigkeit erleichtern."

Die kommende therapie Leipzig findet vom 10. bis 12. März 2011 auf dem Leipziger Messegelände statt.

Ansprechpartner für die Presse:

Ruth Justen, Pressereferentin
Telefon: +49 (0)341 / 678 81 95
Telefax: +49 (0)341 / 678 81 82
E-Mail: r.justen@leipziger-messe.de

therapie Leipzig im Internet:

 

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Bernd Wünschmann
Leitung Presse&PR
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