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RehaCare:

RehaCare: „Enormes Potenzial“, aber auch deutliche Einbußen

Die Wirtschaftskrise lässt sich auch im Reha-Markt nicht ganz verleugnen. Obwohl der Rehabilitationsund Pflegemarkt aufgrund der demografischen Entwicklung ein Markt mit großen Chancen ist, musste die RehaCare in diesen schwierigen Zeiten einen deutlichen Rückgang der Besucher- und Ausstellerzahlen verzeichnen.

Der Grund liegt nicht zuletzt auch in den gesundheitspolitischen Sparmaßnahmen begründet. „Das Potenzial der Branche ist enorm. Die Nachfrage wird jedoch aktuell von gesundheitspolitischen Sparmaßnahmen bei der Hilfsmittelversorgung gezügelt“, so Wilhelm Niedergöker, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. Man sei dennoch davon überzeugt, dass der Bedarf an Hilfsmitteln vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung weiter wachsen werde.

Zur RehaCare 2009 kamen 48 000 internationale Fachbesucher und Betroffene, um sich über innovative Rehatechnik und neue Erkenntnisse zu informieren, 2008 waren es 52 000 Besucher. In diesem Jahr präsentierten 706 Aussteller aus 29 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen, im Jahr davor waren es noch mehr als 750 Aussteller aus ebenfalls 29 Ländern.

Auch nach Einschätzung des Industrieverbandes Spectaris profitiert die Hilfsmittelindustrie derzeit nur bedingt von der demografischen Entwicklung der Gesellschaft. Der Grund sind die staatlich verordneten Sparzwänge. Der Verband verwies darauf, dass 2008 nur 3,2 Prozent der Gesamtausgaben der Gesetzlichen Krankenkassen auf Hilfsmittel entfallen seien. Im ersten Halbjahr dieses Jahres sei dieser
Anteil bereits auf drei Prozent gefallen. Dennoch konnten die deutschen Hilfsmittelhersteller mit 2,2 Milliarden Euro ihren Umsatz im letzten Jahr um zehn Prozent steigern.

Im Mittelpunkt des Besucherinteresses standen auf der diesjährigen RehaCare Geh- und Mobilitätshilfen sowie Fahrgeräte und Rollstühle, 99 Prozent der Besucher wollten sich darüber informieren. Fast jeder Zweite war an Alltagshilfen interessiert.

 

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Bernd Wünschmann
Leitung Presse&PR
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