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Der Homecare-Markt in Deutschland ist von verschiedenen, teils widersprüchlichen Tendenzen geprägt. In einem hochsensiblen, sehr persönlichen Versorgungsbereich (Inkontinenz, Stoma, Multimorbidität) regiert der Rotstift der Krankenkassen mit der Folge, dass Beratung und Service nicht mehr bezahlt werden; ein durch die demografische Entwicklung extrem wachsender Markt wird immer mehr zu einem extrem regulierten Markt ohne vernünftige Auswahlmöglichkeiten für die Patienten. Wie bewährt sich in diesem Umfeld die Arbeit der Sanitätshäuser, deren Stärken individueller Service und Beratung sind?
Diese Frage steht im Mittelpunkt einer bundesweiten Homecare-Studie, die der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) nach 2008 zum zweiten Mal mit dem Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung GmbH (IMK) aus Erfurt durchgeführt hat. Befragt wurden 1400 Betriebe, jedes vierte Sanitätshaus hat einen Geschäftsbereich Homecare. Das zentrale Ergebnis der Studie ist, dass trotz der widrigen Rahmenbedingungen die Sanitätshäuser auf die Kernkompetenzen "Beratung, Betreuung und umfassenden Service" setzen und keinen Preiskampf zu Lasten der Patienten führen. Dazu wird gut ausgebildetes Personal eingesetzt, intensiv bearbeitet werden Kooperationen nicht nur mit Ärzten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, sondern auch mit Herstellern, Medizinischen Versorgungszentren und im Rahmen Integrierter Versorgungsmodelle.
Detaillierte Ergebnisse der Studie werden erstmals zur homeCare Leipzig (2. bis 4. September) vorgestellt, die Präsentation mit anschließender Diskussion findet am 3. September im Rahmen des Workshops "Das Sanitätshaus und der Homecare-Markt" von 15.45 bis 17.15 Uhr im Congress Center Leipzig (CCL) statt. Nach einer kurzen Präsentation der Studienergebnisse auch im Vergleich zu den Ergebnissen 2008 werden Arbeitsberichte aus Sanitätshäusern, aktuelle strategische Ansätze und Kooperationsmodelle vorgestellt. Anschließend moderiert BIV-OT Vorstandsmitglied Olaf Kelz aus Mönchengladbach eine Diskussionsrunde mit BIV-OT Präsident Frank Jüttner aus Mühlhausen (Jüttner Orthopädie), Joachim Feix aus Nördlingen (Sanitätshaus Feix), Brigitte Schuffenhauer, GWQ ServicePlus (Gesellschaft für Wirtschaftlichkeit bei Krankenkassen) und Sören Schiller vom IMK Institut.
Ansprechpartner für die Presse:
Bernd Wünschmann, Projektleiter
Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik, Dortmund
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