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Living Lab - Veranstaltung in Hamburg stieß auf großes Interesse

Presse-Mitteilung vom 2. Januar 2012

„Exoprothetik – Entwicklung und Perspektiven“: So lautete der Titel der Veranstaltung, zu der sich Anfang Dezember rund 60 Interessenten aus Medizin, Orthopädietechnik, Forschung, Physiotherapie und Rehabilitationsmedizin bei der TuTech Innovation GmbH in Hamburg zum Living Lab eingefunden haben. Amputationsbetroffene und Vertreter von Selbsthilfe- und Patientenberatungsorganisationen waren ebenfalls anwesend. Hinter dem etwas seltsam anmutenden Begriff Living Lab  verbirgt sich ein Ansatz, der die Entwicklung innovativer Produkte vom Labor in die reale Welt verlagert. So sollen Patienten möglichst früh in die Produktentwicklung einbezogen werden, ihre Meinung zu neuen Produktideen äußern oder bereits erste Prototypen auf Praxistauglichkeit testen können. Auch Vertreter anderer Gruppen, für die das jeweilige Produkt (oder die Dienstleistung) eine Rolle spielt, sollen aktiv in den Entwicklungsprozess einbezogen werden und sich über die Produktqualität, Ausstattung und Verbesserungsmöglichkeiten austauschen.

Eingeladen hatten das Projekt Hamburg Living Lab und die Innung für Orthopädie-Technik Nord. Neben Matthias Bauche, Obermeister der Innung Nord und Vizepräsident des BIV-OT, war auch Thomas Münch, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft für Orthopädie-Technik Nordrhein-Westfalen angereist.

Renommierte Experten wie Prof. Dr. Siegmar Blumentritt von der Universitätsmedizin Göttingen, Prof. Dr. med. Bernhard Greitemann von der Klinik Münsterland und Prof. Dr. Wolfgang Krautschneider, Leiter des Instituts für Nanoelektronik an der TU Harburg, deckten mit ihren Vorträgen ein breites Spektrum der Exoprothetik ab. Dirk von Borstel war zum Thema Innovationen in der dualen Ausbildung von Orthopädietechnikern geladen.

Themenschwerpunkte der Veranstaltung waren der technische Stand und die – auch internationalen – Kerntrends in der Prothesenentwicklung, ein Anwendungsbeispiel einer myoelektrisch gesteuerten Hand und eine verbesserte Kommunikation zwischen amputierten Patienten einerseits und Ärzten, Physiotherapeuten und Orthopädietechnikern andererseits. Blumentritt wurde dabei nicht müde, bei allem Lob für den technischen Fortschritt, die Bedeutung des orthopädischen Handwerks zu betonen. „Die beste Technik schafft es nicht, die fachgerechte Stumpfabformung eines Orthopädie-Technikers zu ersetzen. Das ist und bleibt eine extrem hochwertige und individuelle Leistung“, so Blumentritt.

Auch die chirurgischen Voraussetzungen einer erfolgreichen Prothesenversorgung sowie die dualen und akademischen Ausbildungskonzepte für den Fachkräftenachwuchs in der Orthopädietechnik sorgten für reichlich Diskussionsstoff. Allgemein wurde festgehalten, dass im Berufsfeld der technischen Orthopädie die grundständige Handwerksausbildung im dualen System unangetastet bleiben sollte. Jedoch wurden neben dieser allgemein anerkannten Stärke auch Schwächen und damit Herausforderungen für die Zukunft festgehalten: So fehlen nicht nur den internationalen Akademikern oftmals die handwerklichen Grundfertigkeiten – sondern auch den Handwerkern Theorie in Anatomie und Bionik, die für eine entsprechende Anpassung der hochtechnisierten Prothesen und Orthesen immer unerlässlicher sei. So bleibt der deutsche Orthopädie-Techniker-Meister das Referenzmodell der technischen Orthopädie – ihn fortzuentwickeln die Aufgabe der Zukunft.

Weitere Infos unter: www.improthesen.de

Bildmaterial wird Ihnen gern auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Ansprechpartner für die Presse:

Kirsten Abel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik, Dortmund
Telefon: +49 (0)231 557050-27
Telefax: +49 (0)231 557050-70
E-Mail: abel@ot-forum.de

 

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Leitung Presse & PR
Tel.: 0231 557050-60
Fax: 0231 557050-70
E-Mail: wuenschmann@ot-forum.de

 

Kirsten Abel
Leitung Verbandskommunikation
Tel.: 0231 557050-27
Fax: 0231 557050-70
E-Mail: abel@ot-forum.de

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